[Rezension] The Perfect. Wie weit gehst du für deinen Erfolg? von Patricia Schröder

The Perfect. Wie weit gehst du für deinen Erfolg? bei Coppenrath

PRODUKTDETAILS:

Titel: The Perfect. Wie weit gehst du für deinen Erfolg?
Reihe: -
Autor: Patricia Schröder
Genre: Mädchenthriller im Jugendbuchbereich
Herausgeber: Coppenrath Verlag
Erscheinungstermin: 02. Februar 2016
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-649-66783-4
Format: eBook
Seitenzahl: 416 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
ADAM C. OULAY sucht DICH!

"Teile deine Kreativität, dein Trendgefühl und deinen Geschäftssinn mit mir - und vielleicht sogar noch mehr ... BEWIRB DICH JETZT!"

Wie weit würdest du für deinen Erfolg gehen? Wärest du bereit, ALLES zu tun, um dieses Casting zu gewinnen? Auch wenn du niemandem trauen kannst, außer deiner besten Freundin? Selbst wenn euer beider Leben in Gefahr wäre? Es könnte DIE Chance sein - für eine von euch. Oder aber der Weg in die Hölle ...

Als Jazz und Leena die Anzeige des Modemoguls Adam C. Oulay lesen, der eine persönliche Assistentin sucht, sind die beiden Freundinnen sofort Feuer und Flamme. Für Leena ist ihr größter Berufswunsch, Modedesignerin zu werden, plötzlich zum Greifen nah, und Jazz will alles daran setzen, sie dabei zu unterstützen.

Von der Außenwelt abgeschnitten, tauchen sie ab in eine faszinierende Welt aus Scheinwerferlicht und Glamour, in der es nur um eines geht: die Beste zu sein. Doch der Konkurrenzkampf ist hart und der Betreiber des Castings skrupellos. Ohne es zu wissen, schweben die Mädchen schon bald in tödlicher Gefahr ...

Der Verlag über das Buch:
Packender Thriller von Erfolgsautorin Patricia Schröder

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Als Thriller ausgegeben, ist dieses Buch eher lahm und für aufmerksame Leser zu schnell durchschaubar.

Das Cover/Die Gestaltung:
Ein sehr retuschiertes Gesicht einer jungen Frau ist hier zu sehen. In den Farben Pink, Rosa und Lila gehalten, trifft es den Nerv der Zielgruppe, welche sich vor allem auf Mädchen beschränken dürfte. Für die Umschlaggestaltung, welches aus diesen Genres relativ ungewöhnlich, aber durch die große, platzeinnehmende Titelschrift bleibt dieses Gesicht dennoch präsent aber im Hintergrund. Persönlich wäre diese Aufmachung für einen Schönheitswettbewerb vorteilhafter gewesen, als für einen Casting Show rund um Mode. Denn diese kommt so gut wie gar nicht in dieser Gestaltung vor, außer, dass man ein geschminktes, sehr unnatürliches Gesicht sieht.
0,5/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Patricia Schröder schafft es den Leser, durch das Buch zu ziehen, auch wenn ich persönlich finde, dass ihr Stil weder Spannung aufbringt, noch irgendwelche Thriller-Elemente bereithält. Dennoch ist dieser zeitgemäß und jugendlich. Verirrt sich nicht allzu sehr in Beschreibungen und bleibt jedoch nicht ganz farblos. Ein durchschnittlicher, einfach zu lesender Stil, bei welchem man keine Konzentration benötigt und den man schnell weglesen kann, ohne Probleme mit Umschreibungen oder Satzstellungen zu haben.
1,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Für mich persönlich sind sie blass. Zu Beginn bekommt man nur Figuren vorgesetzt, welche man aus jedem Jugendbuch kennt. Und während die Geschichte dahin plätschert, die Figuren mehr Recht als schlecht beschreiben werden, wird gegen Ende etwas aus dem Hut gezaubert, was so unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen klingt. Angesprochene Figurenkonflikte werden so gut wie gar nicht beleuchtet oder ausgearbeitet. Was schade ist, denn mit der Vergangenheit der Mädchen hätte man schon etwas mehr aus dem Hut zaubern können. Aber anstelle dies zu tun, bleibt alles versucht geheimnisvoll. Leider nicht zu geheimnisvoll, denn aufmerksame Leser werden sehr schnell herausfinden was gespielt wird und wer der „mysteriöse“ Adam C. Oulay. Persönlich war mir das zu vorhersehbar und auch bei dem Geheimnis, dass rund um die Show liegt, bleibt der eigentliche Drahtzieher so blass, dass man nur mit dem Kopf schütteln kann. Denn eine Figurenentwicklung gibt es so gut wie gar nicht. Alles wird absichtlich auf Abstand gehalten, um es ja mysteriös zu gestalten was so gar nicht dadurch passiert ist. Mit diesem Schema fallen die Figuren einfach nur in vorgefertigte Schablonen, die sie nicht abstreifen können.
0,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Auch hier wirkt alles zu konstruiert. Während man viel Wert darauf legt sinnfreie Handlungen zu beschreiben, bleibt das im Hintergrund, was es wirklich interessant gemacht hätte. Aber nein, selbst da war mir schon sehr frühzeitig klar, von wem das alles inszeniert ist und wer nun, auf welcher Seite steht. Mit einem Ende, das mehr Recht als schlecht dahingeschrieben zu sein scheint, bin ich so gar nicht zufrieden. Warum lese ich ein Buch mit 416 Seiten, welches so durchschaubar ist? Hier hätte ich mir mehr Tiefgang, mehr Kniffe und vor allem mehr Spannung gewünscht. Denn der versprochene Thriller bleibt aus. Es kann natürlich auch sein, dass ich immun gegen diese scheinbaren Verschwörungen bin. Scheinbar, weil ich eins und eins zusammenzählen kann. Aber bis auf eine rasante Fahrt mit einem Transportzug ist hier ungefähr so viel Spannung drin wie Wasser in einem leeren Glas. Hier wirkt es wirklich so, als hätte die Autorin versucht sich direkt, an die Themen der Zielgruppe zu halten, welche gerne etwas über Casting Shows liest und Mode mag. Letzteres ist eigentlich mit dem ganzen Aufbau der Bühnenshow noch das Interessanteste, alles andere versank ohne Konturen irgendwo ganz tief unten.
0,0/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Mit relativ wenigen Thriller Elementen und einem ellenlangen Vorlauf wirkt der Schluss wie an Haaren herbei gezogen. Denn die Probleme, welche dort auftauchen, wirken durch die vorherige Nichtbeachtung eher fehl am Platz. Dadurch leitet auch die Nachvollziehbarkeit. Auch die Figuren scheinen alles andere als tief zu wirken. Dass sie eins und eins bei der Körpersprache nicht zusammenzählen können (oder einfach zu naiv sind) scheint es für mich so, als hätte die Autorin eine Idee gehabt, schnell einen Plot geschrieben, in dem alles zusammengeworfen wurde, was gerade in der Zielgruppe in ist, ohne wirklich darüber nachzudenken wie man es nicht interessanter und vor allem tiefer gestalten kann
0,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 1,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, welche ein Patricia Schröder Fan sind. Es bleibt bei dieser Rezension eigentlich nicht mehr so viel zu sagen, als das für mich eher wie ein Buch für relativ kleine Mädchen wirkt. Denn die Zusammenhänge, welche man sich so schnell herleiten kann, nehmen einem die Lust, daran zu lesen. Wofür braucht man so viele Seiten, wenn die „Verschwörungen“ so simple sind, dass man sie an der kleinen Figurenkonstellation und an der Körperhaltung von gewissen Computertasten schneller herausfindet, bevor noch die erste Runde zu Ende ist? Hier fehlt es mir eindeutig an mehr Tiefe, mehr Sinn und vor allem mehr Spannung. So wirkt dieser vom Verlag als „packenden Thriller“ beschriebener Roman, auf mich persönlich eher wie ein misslungener Versuch, der Zielgruppe hinterherzurennen.

Kommentare:

Bücherfantasien hat gesagt…

Oh wow, okay, mit einer so schlechten Bewertung hatte ich jetzt nicht gerechnet :D Klar, das Cover sieht schon sehr arg auf Mädchen abgestimmt aus, aber schade, dass es dir überhaupt nicht zusagen konnte :/
Liebst, Lara.

Sarah Liske hat gesagt…

Hey Lara,

persönlich kann ich so oder so keine Gesichter auf Büchern leiden. Hier hätte man mehr machen können, was zur Thematik Mode gehört als nur eine Identifikation zu schaffen, welche auf einer Casting Show basieren. Wenn man den Klappentext nicht liest, wird man denken "Oh, es geht also um einen Schönheitswettbewerb", denn so wirkt das auf mich wirklich. Dabei hätte man mehr mit Motiven spielen können.

LG
Sarah

Nicole Katharina hat gesagt…

Boah krass bist du hart im Urteil.
Andererseits toll dass du ehrlich deine Meinung sagst.

_-Cinderella-_ hat gesagt…

Huhu Sarah,

ich muss gestehen, dass mir das Buch auch nicht so gut gefiel. Ich habe viel mehr erwartet, auch wegen der tollen Meinungen dazu. Endlich habe ich mal eine Rezi gefunden, die das Buch nicht durch die Decke lobt. Danke für deine ehrliche Meinung :)

Liebe Grüße
Jenny

Sarah Liske hat gesagt…

Hallo Nicole,

wenn mir ein Buch persönlich nicht gefällt, dann sage ich ebenso die Wahrheit und mein persönliches Empfinden, wie bei einem Buch, welches ich in den Himmel lobe. Gewiss, Geschmack ist eine Sache, aber da beißt die Maus keinem Ausrufezeichen den Punkt weg ;)
Auf diesem Blog, egal wie hart das Urteil ist, wird ehrliche Kritik geschrieben. Ja, für einige Autoren ist das hart, aber gewiss auch kein Weltuntergang, wenn es nicht jedem gefällt.

LG
Sarah

Sarah Liske hat gesagt…

Hey Jenny,

ja, auch ich habe mehr erwartet. Das denke ich kann man deutlich herauslesen aus meinen Worten. Natürlich hat es gute Ansätze, aber die wurden meiner Meinung nach nicht gut umgesetzt.
Und bitte, gerne geschehen, für diese ehrliche Meinung ;)

LG
Sarah

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