[Rezension] Die Fäden der Zeit von Lori M. Lee

Die Fäden der Zeit bei Random House

PRODUKTDETAILS:

Titel: Die Fäden der Zeit
Reihe: Gates of Thread and Stone #1
Autor: Lori M. Lee
Genre: Fantasy im Jugendbuchbereich
Herausgeber: Blanvalet (ein Verlag der Verlagsgruppe Random House GmbH)
Erscheinungstermin: 20. Juli 2015
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-7341-6031-8
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 384 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:

Nur wenn sie ihr Geheimnis aufs Spiel setzt, kann sie ihren Bruder retten!

Das Labyrinth, wie die Bewohner die Slums von Ninurta bezeichnen, ist düster und steckt voller Geheimnisse. Eines davon hütet die 17-jährige Kai – sie kann die Fäden der Zeit sehen und manipulieren. Gemeinsam mit ihrem Bruder Reev lebt sie daher unauffällig, mit dem Ziel, eines Tages das Elend des Labyrinths hinter sich zu lassen.

Doch dann verschwindet Reev. Zusammen mit Avan, ihrem einzigen Freund, setzt Kai alles daran, ihren Bruder zu finden. Selbst wenn sie dafür ihr Geheimnis aufs Spiel setzen und die schützenden Mauern der Stadt hinter sich lassen muss …


Der Verlag über das Buch:
-

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Wieder ein Buch in dem die Liebe viel mehr im Vordergrund steht, als das wirklich Wichtige. Also lieber Geschwärme als das wahre Leben.

Das Cover/Die Gestaltung:
Die Zielgruppe wird mehr als genug angesprochen. Die abgebildete junge Frau, welche nicht gänzlich zu sehen ist, wird in abenteuerlicher Kleidung und mit einem Dolch in der ledernen Schultertasche gezeigt. Während ihre Finger silberne Fäden in der Luft berrührt wird dieses Silber im Glitzernden Titel weitergetragen. Dies hat zur Folge, dass sich der Fokus auf diesen lenkt und die Identifikationsfigur. Der düster gehaltene Hintergrund nimmt sogleich das auf, was man in der Kurzbeschreibung liest.
1,5/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Lori M. Lees Stil ist leicht zu lesen. Nichts Besonderes, aber auch nichts zu Langweiliges. So schafft sie es, auch wenn sie ihre Kämpfe sehr oft gleich beschreibt, den Leser mit diesen Beschreibungen bei der Stange zu halten. Besonderen Wert legt auch sie, wie viele anderen Jugendbuchautoren auf die verliebten Gefühle und detaillierten Beschreibungen dieser Schwämerein. So wird es mitunter für diejenigen etwas langatmig, die wirklich auf Handlung legen als auf das Anschmachten und Beschreiben von jungen Männern und Gefühlen.
1,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Auch hier verlaufen die Muster eher darauf hinaus stark zu sagen, aber eher schwach zu meinen. Figuren, die als starke Frauenfiguren bezeichnet werden haben ungefähr so eine Tiefe und Stärke in sich, dass sie bei einer bloßen Berührung eines Mannes gleich alles um sich herum vergessen, egal ob es um Leben und Tod geht. Nein, ein Mann mit Muskeln ist ja wichtiger, als mein Leben, als aller Leben. Dies wird ziemlich nervig und auch die anderen Figuren bleiben eher flach als ausgearbeitet. Und wenn sie sich dank der sich vereigenständigten Geschichte entwickeln wollen, werden sie zurück in ein Schema gestoßen und somit eingeengt. Diese Schemata können zwar dazu dienen, dass Jugendliche sich besser in diese altbekannten Charaktere mit vielen Klischees hineinversetzten können, somit wird es aber auch ein bisschen langweilig immer das gleiche Muster zu erkennen und zu wissen, wie sie agieren und sich entwickeln werden.
0,5/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Durch die Figuren wird auch die eigentlich gut aufgebaute Story zu einer langatmigen Sache. Dennoch vereint die Autorin (wenn auch nur in kleinen und eher nicht so gut recherchierten) Steampunkelemente mit der typischen Jugendbuchfantasythematik und dem ewig gleichem Loveintrest. So werden Elemente, die nicht alle unbedingt kennen, in den typischen Lesertypus gebracht. Was einerseits gut, andererseits auch nicht besonders ist. Alles einmal durchmischen, aber das Typische beibehalten. So wird es alles andere als Anders, eher durchschaubar, sodass man die Wendungen schon kennen wird, weil sie schlicht normal und einfach gedacht sind.
0,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Durch die Figuren, die in den Klischees der Fantasybücher für junge Frauen Zuhause sind, bleiben die Figuren in ihrem Rahmen. Für viele zwar nachvollziehbar, aber keineswegs anders. So leidet ebenso auch der Aufbau, weil dieser sich durch die Figuren ebenso weiterentwickelt. Das tut er aber nicht. Oder so langsam, dass lieber Action und ellenlange Gefühlsbeschreibungen hereingebracht wird als Handlung. So wird zwar die Leserbindung geschaffen, aber dennoch langweilig, weil man es schon irgendwoher zu kennenscheint.
1,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 4,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die sich kurzweilige Fantasy mit einem hohen Faktor am Schmachten mehr als gerne durchlesen. Wer aber raffinierte Wendungen und keine Klischees sucht, die nicht nur nebensächlich etwas mit Steampunk zu tun hat, der wird sich eher durch das Buch quälen. Die Liebe und wie sich scheinbar starke Frauen bei der Berührung eines Mannes in Luft auflösen, sind fast schon Hauptbestandteile dieser Story. Deswegen ist dieses Buch vor allem für diejenigen genau das Richtige, die sich in diese Figuren gerne hineinversetzten wollen.

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