[Rezension] Last Chance von Mara Breiter

Last Chance bei Carlsen


PRODUKTDETAILS:

Titel: Last Chance
Reihe: Last Chance #1
Autor: Mara Breiter
Genre: Contemporary romance im Jugendbuchbereich
Herausgeber: Impress (Imprint der CARLSEN Verlag GmbH)
Erscheinungstermin: 06. August 2015
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-646-60169-5
Format: eBook
Seitenzahl: 478 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Eine neue Wohnung, ein neues Leben. Als Antonia in ihre erste eigene Bleibe zieht, scheinen ihr alle Möglichkeiten des Lebens unendlich nah und unendlich greifbar zu sein. Aber dann trifft sie auf ihren Balkonnachbarn Matze und nichts ist mehr, wie es war. Matze und Antonia. Sie sind wie Licht und Dunkelheit, Zeit und Raum, Osten und Westen. Unterschiedlicher könnten zwei Menschen gar nicht sein und doch sind sie ohne den anderen bedeutungslos, nicht existent. Als sich ausgerechnet die Schatten ihrer beider Vergangenheit zwischen sie stellen, liegt es ganz allein bei ihnen, ihr Leben zu entwirren und ihre Chance zu ergreifen. Aber nichts ist so einfach, wie es aussieht…

Der Verlag über das Buch:
**Der Wattpad-Hit!**
Dies ist der erste Band von »Last Chance«. Der zweite erscheint im Dezember 2015.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Leider kommen die Figuren nicht über ihre Klischees hinaus, trotz guter Anlagen. So verbleibt auch die Handlung sehr vorhersehbar und zäh.

Das Cover/Die Gestaltung:
Die Elemente des Covers sind so gut aufeinander abgestimmt, dass man sich in dieses nur verlieben kann. Von dem dargestellten Elemente, der fedrigen Pusteblume, bis hin zur Farbgebung und dem schlichten Text, der nur mit wenigen Schnörkeln versehen ist, bleibt es im Kopf und greift sehr schnell zu dieser Lektüre.
2,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Der Stil von Mara Breiter ist jugendlich und einfach gehalten. So kann man das Buch schnell lesen, ohne über Fremdwörter oder einen besonders schwierigen Satzbau zu stolpern. Mit ihrer beschreibenden Art schafft sie es ihre Hauptprotagonistin und deren Umgebung zu beschreiben. Leider merkt man schnell, dass bei den Sichtwechseln nicht darauf geachtet wurde die Sicht wirklich männlich zu gestalten. Man merkt noch sehr gut, dass die männliche Sicht weiblich und zu beschreibend geschrieben ist.
1,5/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
In den Figuren steckt Potenzial. Wirklich viel, wenn man bei ihnen nicht merken würde, dass ihr Charakter zu einseitig beschrieben und keineswegs klischeefrei ist. Hätte man schon von Beginn an die Charakterzüge stärker herausgearbeitet und zu den Problemen mehr recherchiert, dann würden die Erklärungsversuche nicht wie ein spontaner Blitzeinfall daher kommen.
So bleiben die Figuren in den vorgefertigten Mustern stecken, die für dieses Genre üblich sind und werden keineswegs realistisch. Vor allem die männliche Figur wirkt wie ein Klein-Mädchen-Traum, welcher sich nicht entscheiden kann, ob er sich wie ein kleiner glitzernder Vampir verhält oder versucht mit den Problemen seiner Vergangenheit einen auf Bad-Boy zu machen. Dabei versagt er kläglich, lässt die Figur durch diese Ungereimtheit zu einer flachen Traumfigur werden.
0,5/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Wurde zu oft erzählt. Spannung, ist, wenn man die Soapelemente außen vorlässt, keineswegs vorhanden. Die Story plätschert dahin, erzählt Belanglosigkeiten, dass ich mich manchmal fragte, ob ein Interview auf offener Straße mit Pärchen nicht sogar spannender wäre. So werden die herkömmlichen Elemente dieses Genre weit ausgebreitet, auf die Figuren gepresst und gibt somit weder für die Protagonisten, noch für die Story einen wirklichen, freien Raum um sich zu entfalten.
0,0/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Mit Figuren, die sich in den Klischees des Genre wiederfinden und mit ihren Charakterzügen so sprunghaft um die Ecke kommen, bleibt die Nachvollziehbarkeit vollkommen auf der Strecke. Die angesprochenen Probleme werden so schnell abgearbeitet wie sie auftauchen, ohne wirklich Hand und Fuß oder von Beginn an geplant zu sein.
Der Plot zieht sich zäh und presst alle Handlungen hinein, die in diesem Genre vorhanden sind. So bleibt Herzschmerz und „Ich-bin-nicht-gut-für-dich-aber-ich-komme-nicht-los-von-dir“ und „Ich-bin-schlecht-habe-eine-Vergangenheit-mit-vielen-Frauen-Sex-Drogen-und-dennoch-frage-genau-ich-dich-um-dein-Befinden-deine-Gefühle-und-warne-dich-vor-mir“ zur Genüge vor.
0,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 4,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die nicht genug von diesem Genre bekommen können. Man sollte sich auf klischeehafte Figuren und versuchte Bad-Boys, die eher zahm anstelle Bad sind, einstellen und keineswegs etwas erwarten, was neu wäre. Mit der Sprache, die Mara Breiter an den Tag legt, lässt sich diese Story schnell und einfach lesen, nur die männliche Sicht gelingt ihr noch nicht so sehr.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem Carlsen Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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