[Rezension] Mind Games von Teri Terry

Mind Games bei Coppenrath

PRODUKTDETAILS:

Titel: Mind Games
Reihe: -
Autor: Teri Terry
Genre: Zukunftsfantasy im Jugendbuchbereich
Herausgeber: Coppenrath
Erscheinungstermin: 01. Juli 2015
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-649-66712-4
Format: Hardcover
Seitenzahl: 464 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Die Welt, in der du lebst, existiert nur in deinem Kopf – doch was, wenn jemand mit deinen Gedanken spielt?In Lunas Leben ist jeder online: virtueller Unterricht, Dates und Sport als Avatar, sogar das Parlament tagt digital. Nur Luna bleibt offline. Sie ist eine Verweigerin, seit ihre Mutter vor Jahren in einem Online-Spiel starb. Umso überraschter ist Luna, als sie von der mächtigen Firma PareCo zu einem Einstufungstest eingeladen wird – und einen der begehrten Programmierer-Jobs erhält. Warum hat die Firma so ein großes Interesse an ihr? Als Luna den begabten Hacker Gecko kennenlernt, beginnt sie die von PareCo erschaffene Welt immer mehr zu hinterfragen. Doch dann ist Gecko auf einmal verschwunden, und Luna kann sich nicht mehr an ihn erinnern …

Der Verlag über das Buch:
Der neue Jugendbuch-Bestseller von "Gelöscht"-Autorin Teri Terry.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Mit vielen bekannten Elementen aus der Science-Fiction beschreibt Teri Terry eine jugendliche Mischung, die auch anderen Genres beinhalten.

Das Cover/Die Gestaltung:
Es wirkt befremdlich auf den Leser. Ist aber zugleich anziehend. Vor allem durch die Highlights, die einem bei näherer Betrachtung in den Ecken auffallen werden, hebt sich dieses Buch deutlich von seinen Mitstreitern im Jugendbuch ab. Während der Titel schlicht aber wirksam in der Mitte sitzt und Reliefartig wirkt, was sich beim darüberfahren allerdings nicht bestätigt. So lässt dieses Cover Interpretationen zu, die von Kaleidoskopartigen Gebilden bis hin zu Scans des menschlichen Gehirns gehen. Somit wirkt es weder plump noch wie alle anderen Bücher in diesem Bereich, was einen eindeutigen Vorteil hat.
2,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Teri Terry hat eine leichte Sprache, die sich an den jugendlichen Trends orientiert. So liest sich das Buch einfach und selbst die wenigen Beschreibungen der technischen Zusammenhänge werden verständlich, vor allem wenn man nicht mit dem eigentlichen Genre der Science-Fiction zu tun hat. Leider verfällt sie manchmal in etliche Ausführungen der Gefühlswelt ihrer Hauptprotagonistin, was einem manchmal daran hinter dem Geschehen zu folgen.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Während die weibliche Hauptfigur nicht nur etwas sehr besonderes, sondern auch einzigartiges ist, bleiben die Nebenfiguren vollkommen im Schatten. Es wird vor allem sehr viel Wert darauf gelegt die Gefühlswelt einer einzigen Person zu erzählen – die natürlich auch der Schlüssel zu allem anderen ist. Leider ist dies nicht gerade originell, sodass diese Figurenkonstellation ermüdend wird. Schnell wird der Leser hinter das Geheimnis kommen (wenn auch mit abstrakteren Ideen, die einem Science-Fiction-Roman mehr zugetan sind, als die Lösung, die Teri Terry für den Leser bereithält) und somit wird der dazwischenliegende Teil eher langatmig.
Außerdem ist Macht, der Teil, den die meisten Menschen bei ihr im Roman wollen, wirklich ein zu profanes Mittel. Mag sein, dass ich persönlich da anders denke, aber welcher wirklich rational denkende Mensch würde sich so sehr in die Karten schauen lassen und nicht Schrittweise vorgehen? Zu oft werden also diese ach so rational denkenden Menschen hinters Licht geführt, obwohl die Entscheidungen der Hauptfigur vollkommen auf der Hand liegen, sie es aber scheinbar nicht sehen können.
1,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Auch wenn alt bekannte Elemente der Science-Fiction in diesem Roman auftauchen, lässt Teri Terry vor allem die naturwissenschaftlichen Beschreibungen der einzelnen Technologien im Hintergrund. Somit wird Platz für andere Genre, die sich fleißig unter den eigentlichen Plot mischen und somit zu einer neuen Form verschmelzen.
Durch diese Mischung wird es vor allem Jugendlichen oder Nichtkennern des Genres leicht fallen in die Story einzutauchen und sich dem Verlauf hinzugeben. Dieser schwankt zwischen der Virtuellen Realität und dem alltäglichen Leben, was zu Verkettungen führt, die vor allem für Vielleser leicht zu erkennen sind. Dennoch gibt es auch Momente, die einem wirklich nicht in den Sinn kamen oder man (so wie ich) zu sehr in dem SF Bereich verankert waren. Wer also denkt, dass die Hauptprotagonistin ein Mensch mit bionischen Teilen ist, den muss ich enttäuschen. Aber ja, in diese Richtung wird es gehen, womit man nicht nur Geheimnisse aufdeckt, sondern auch den einzelnen Figuren folgt, ihren Entscheidungen und ihre Lebensweise. Leider ist dies vor allem bei der weiblichen Hauptfigur zu sehr ausgeprägt, sodass im Hauptteil des Geschehens sich die Seiten ziehen und keine wirklich interessante Handlung vorhanden ist.
Vor allem die Mischung der verschiedenen Genre bewirkt, dass sich der Leser viele Gedanken machen und mitfiebern kann, selbst wenn einem manchmal die Hinweise geradezu entgegen schreien und man enttäuscht ist, dass es so einfach gewesen ist.
1,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Mit einer stark ausgeprägten Hauptfigur und Randfiguren, die zwar alle ihre Geheimnisse haben, aber sonst eher im Hintergrund bleiben, bleibt die Nachvollziehbarkeit etwas auf der Strecke. Was nicht zuletzt an den leicht durchschaubaren Handlungen der Machtinhabern liegt, die sich von einer heranwachsenden scheinbar an der Nase herumführen lassen, obwohl sie doch wissen wer und was sie ist. Und während der Aufbau durch die starke Fixierung der Hauptfigur beim Mittelteil ins Stocken gerät, möchte man schnell weiter kommen, damit man endlich wieder etwas mehr Handlung hat, die nicht auf dem Erlangen von Fähigkeiten liegt.
1,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 7,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die nicht nur dem aktuellen Trend der VR verfolgen, sondern sich auch auf eine Story einlassen können, die einige Science-Fiction Elemente aufnimmt. So sind diese vor allem für Nichtkenner des Genres einfach beschrieben oder wandeln sich in andere Genre, die sich an die Fantasy anlehnen. So zeichnet Teri Terry ein Bild, welches in vielen Serien und Romanen vorkommt, lässt aber durch die anderen Elemente eine jugendliche Mischung einfließen.

Kommentare:

Nadine Herr hat gesagt…

Huhu :)
eine schöne Rezension, bei den Nebenfiguren bin ich absolut bei dir, die sind mir auch viel zu "schwach" ausgefallen.
Habe deine Rezension verlinkt, hoffe das ist ok.
Meine Rezension
Wir übrigens ein Einzelband bleiben, hat die Autorin auf Goodreads geschrieben.
Nadine ♥

Sarah Liske hat gesagt…

Hallo Nadine,

dass du meine Rezension verlinkt hast, dass ist vollkommen in Ordnung, da sage ich nicht Nein ;)
Und danke für den Hinweis, dass die Autorin auf dieser Plattform sich zum Thema Einzelband oder Reihe geäußert hat. Das finde ich zwar schade, denn es hat defenitiv Potenzial diese Story weiterzuführen, aber wenn da eben nur ein Buch geplant war ist das auch nicht unbedingt schlimm. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es mal etwas anderes ist, im Serien-Fieber-Wahn ;)

LG
Sarah

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...