[Rezension] Kirschroter Sommer und Türkisgrüner Winter von Carina Bartsch

Türkisgrüner Winter bei rowohlt
Kirschroter Sommer bei rowohlt

















PRODUKTDETAILS:

Titel: Kirschroter Sommer und Türkisgrüner Winter
Reihe: Kirschroter Sommer – Türkisgrüner Winter
Autor: Carina Bartsch
Genre: Liebesgeschichte in der Frauenliteratur
Herausgeber: rororo (Imprint der Rowohlt Verlag GmbH)
Erscheinungstermin: 25. Januar 2013
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-499-22784-4
           978-3-499-22791-2
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 512 Seiten
                  464 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Die erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief. Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmerksamkeit auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben?

Gut aussehend, charmant und mit einer Prise Arroganz raubt er Emely den letzten Nerv: Elyas, der Mann mit den türkisgrünen Augen. Besonders zu Halloween spukt er in ihrem Kopf herum. Doch was bezweckt er eigentlich mit seinen Avancen? Und wieso verhält er sich nach dem ersten langen Kuss mit einem Mal so abweisend? Nur gut, dass Emelys anonymer E-Mail-Freund Luca zu ihr hält. Das noch ausstehende Treffen mit Luca sorgt für ein mulmiges Gefühl. Dann verstummt auch er. Hat Emely alles falsch gemacht?

Der Verlag über das Buch
Würdest du deiner ersten Liebe eine zweite Chance geben?

Geschichten muss man nicht nur lesen, man muss sie spüren.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Wir reden oft in letzter Zeit über sie. Eine von ihnen wurde verfilmt. Wer sie kennt, der wird wissen, wovon ich rede. Von den Twilight-Fanfiktions, welche es in die großen Publikumsverlage geschafft haben. Was also in Großbritannien Shades of Grey geschafft hatte (wenn auch auf Umwegen), hat Carina Bartsch hier in Deutschland mit ihrer Lovestory geschafft. Und ich kann mich natürlich noch ganz genau daran erinnern, wie ich tagtäglich in meinem Account auf Fanfiktion.de nach Neuerungen für diese Story geschaut habe. Denn eines kann man wirklich sagen: Sie lässt einen nicht los, nimmt einen mit und lässt einen mehr als unbefriedigt zurück. Und genau deswegen, oder weil ich es noch von Fanfiktion.de gewohnt bin, rezensiere ich beide Bücher als das, was sie geplant waren. Als ein Buch.

Das Cover/Die Gestaltung:
Beide Cover mit ihren deutlich erkennbaren Hauptprotagonisten ziehen Frauen an, die in der Buchhandlung in der Belletristikabteilung stöbern und sich sogleich damit identifizieren.
1,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Frisch, spritzig und mit viel Herumgezicke kommt der Schreibstil her, lässt schmunzeln, lässt weinen, lässt verzweifelt die Haare raufen. Mit ihrer jugendlichen Art, kommt Carina Bartsch meist patzig, manchmal gefühlvoll und immer genau auf den Punkt treffend daher und lässt den Leser kaum Abstand zu seinen Figuren, die hin und wieder in einer solchen jugendlichen Sprache reden, dass man sich nicht in einem Roman lesend fühlt, sondern als würde man die Leute auf der Straße treffen. Dies ist für den einen erfrischend, für den anderen ein absolutes No-Go.
1,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Ganz klassisch ohne viele Wendungen werden diese Figuren an ihren literarischen Vorbildern gemessen. Ein Edward und eine Bella. Eine hipplige Alice Freundin und man bemerke, dass alle OOC (Out of character) sind, also der Edward dennoch die Attitüde des Nicht Edwards Seins aufgedrückt bekommt und im Grunde seines Herzens dennoch ein Edward ist. Und eine Bella, die durch ihr Zicken-Image doch nicht Bella ist und dennoch wieder zu ihren Ursprüngen zurückkehrt.
Keineswegs lässt sich sagen, dass die Figuren in ihrer Art sympathisch sind. Von allem ist es immer ein bisschen zu viel. Von allem wird sehr dick aufgetragen, nur nicht von der Authentizität, welche die Charakter interessant und lebendig werden lassen.
1,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Und genau hier wird man merken, dass die Bücher als eines geplant waren, dass sie nur so zusammen funktionieren und keineswegs ein Cliffhanger vorhergesehen war. Denn in der Fanfiktion geht es nahtlos da weiter, wo der erste Band hier aufhört. Und ebenso merkt man, dass es Seriencharakter hat. Das Schreiben wird zu etwas, was in einem Prozess der an sich aneinanderreihenden Handlungen geschieht. Etwas, was keineswegs mit einem Höhepunkt oder einer durchdachten Handlung geschah. Immer wieder werden die Figuren zueinander hingezogen. Immer wieder treffen sie sich mitten ins Herz und wie das Klischee einer Soap es so will, kommen sie einfach nicht zusammen. Aus Eitelkeit oder eben, weil immer noch eine Sequenz im Kopf der Autorin war, die sich im ewigen Necken, im ewigen Hin und Her so richtig, so nervenaufreibend, so gut angefühlt hat.
1,0/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Durch den einfachen Handlungsstrang wird der Aufbau nachvollziehbar, wohingegen die Figuren durch ihre literarischen Vorbilder und dem Out of chracter zu einer Mischung werden, die zwar nervenaufreibend sind, aber keineswegs mit ihrer Art lebendig werden, sondern nur Edward und Bella bleiben.
1,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 5,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die den Seriencharkter in einem Buch mögen und eine Lovestory erwarten, die manchmal herzerwärmend, immer nervenaufreibend und stets am Rande des Kindergartens sich und seine Figuren orientiert. 

Keine Kommentare:

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...