[Rezension] Kernstaub. Über den Staub an Schmetterlingsflügeln von Marie Graßhoff

Kernstaub. Über den Staub an Schmetterlingsflügeln bei Amazon

PRODUKTDETAILS:

Titel: Kernstaub. Über den Staub an Schmetterlingsflügeln
Reihe: Kernstaub-Trilogie
Autor: Marie Graßhoff
Genre: Science-Fantasy im Jugendbuchbereich
Herausgeber: Amazon Media EU S.à r.l.
Erscheinungstermin: Dezember 2014
Sprache: Deutsch
ASIN: B00KASLHA4
Format: eBook Kindle Edition
Seitenzahl: 822 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Stell dir vor, du bist auf der Flucht. Seit 8 Milliarden Jahren.
Alles in der Welt hasst dich. Niemand will dir helfen.
Würdest du dich für diese Welt opfern?

Mara ist der letzte Störfaktor in einem Milliarden von Jahren alten Zyklus. Seit Hunderten von Leben ist sie auf der Flucht vor den Wächtern des Systems, die mit dem Mord an der jungen Frau den Weg aller Seelen zur Ewigkeit ebnen sollen. Auf ihrer Reise durch neue Welten und fremde Dimensionen stellt sie sich der Frage ihrer eigenen Bedeutung und begegnet einem Freund aus alten Leben, der sie durch die Wirren der Existenz zu leiten versucht. Doch während ihr mit dem Wiedererlangen der Erinnerungen aus vergangenen Zeitaltern die Augen geöffnet werden, erkennt Mara, dass die Welt, in der sie bisher lebte, nichts weiter war als ein schöner Traum.

Der Verlag über das Buch
Der erste Teil des Science-Fantasy-Epos befasst sich mit den Fragen, die unserer Welt zugrunde liegen, und führt den Leser durch eine Welt aus Träumen, Emotionen und Fantasie.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Ein nachdenklicher Roman, der den Leser auf eine spektakuläre Reise mitnimmt, welche zum Teil so erstaunlich ist, dass man sich wünschen würde, Teil dieser Welt zu sein.

Das Cover/Die Gestaltung:
Auf den ersten Blick kommt es dunkel daher. Zu dunkel, wenn man es nicht aus der Nähe betrachtet. Schnell wird der Blick dann zu dem gelenkt, welches wie das Licht am Ende des berühmten Tunnels ist. Und dann betrachtet man es sich näher. Stellt fest, dass die Dunkelheit nicht so allgegenwärtig ist, wie man zu anfangs dachte. Stellt fest, dass Licht ebenso präsent ist und dieses Licht sogar intensiver ist, wenn man sich nur auf diese Stelle im unteren Bereich mehr konzentriert als auf diesen Kometen im oberen Bereich.
2,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Viele Bücher sind so geschrieben, dass sie einen Stil entwickelt haben, welcher alltäglich, ja fast banal ist. Jedoch nicht dieser. Denn Marie Graßhoff hat es mit ihrem Schreibstil geschafft wortreiche Lyrik in einen Roman zu stecken, der nur geringe Mängel aufweist, diese aber keineswegs den geübten Leser aus den Konzept bringen werden. Ganz im Gegenteil sogar. Der Leser wird schnell merken, dass in all diesen wortgewaltigen Sätzen so viel wahres, so viel Liebe steckt, so viel bildliches, dass man einfach nur weiter und immer weiter in die Welt eintauchen will. In die Welt und den Schreibstil. Schachtelsätze werden hier gewohnt hingenommen, sodass man sich schnell an sie gewöhnt, was jedoch auch für einen Leser bisweilen langatmig vorkommen könnte.
1,5/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Auch hier hat die Autorin bewiesen, dass sie viel von ihrem Handwerk versteht und dass die Figuren für eine Story dieser Art besonders lebendig sein müssen. Genau dies ist ihnen auch mit jeder Handlung, mit jeder Entscheidung und mit jedem Zweifeln erkennbar ins Gesicht geschnitten. Sie blühen auf, werden tiefer und tiefer und lassen den Leser sehr oft sehr tief in ihre Seele schauen, ohne, dass man wirklich gänzlich alles erfährt. Somit bleiben Geheimnisse auch solche und der unsympathische Typ vielleicht noch ein paar (viele) Seiten unsympathisch.
2,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Hierzu gibt es nur eines zu sagen: Wow. Einfach nur wow. Wenn man zu Beginn liest, wird man denken, dass es ein üblicher Roman ist; das übliche halt, aber gewiss rechnet man nicht mit so viel Tiefe. Mit so viel Verstand. Mit so viel Ehrlichkeit und Mut. Nein, mit allem, nur nicht mit dieser Konfrontation. Philosophisch, kühn und dennoch Zeitgemäß, ohne allwissend oder rechthaberisch herüber zu kommen. Genau so wird der Verlauf sich zu einem Plot entwickeln, welchen man aus viel Dingen zu kennen scheint, ganz voran der Film von Final Fantasy oder, oder, oder. Keineswegs scheint einem dies aber aufzufallen, denn der Genre-Mix ist so grandios gelungen, dass sie nicht nur starr nebeneinander existieren, sondern mit den Elementen dessen sich vermissen und spielen.
2,0/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Langsam und gediegen geht es voran, zieht sich gelegentlich an einigen Stellen, aber man wird für das Durchhalten mit interessanten, fantastischen und berührenden Momenten schnell entschädigt, sodass man den Verlauf nur noch weiter folgen will. Und durch die Figuren, welche wie im echten Leben das ihre nicht vollkommen ausgebreitet auf dem Silbertablett servieren, werden die Handlungen meist in sich geschlossen nachvollziehbar.
2,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 9,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, welche sich nicht nur durch einen ungewöhnlich, literarischen Schreibstil unterhalten lassen möchten, sondern ebenso auch eine Story wollen, welche einen so lange nicht mehr in Ruhe lässt, bis man die Worte in seinem Kopf zu finden vermag, die diesem Roman ebenbürtig erscheinen.

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