[Special Rezension] Just Heroes - Die Beschützer der Quelle von Jeanette Biedermann; Katharina Wieker & Fréderic Bertrand (Illustrator)

Just Heroes – Die Beschützer der Quelle bei Kerle

PRODUKTDETAILS:

Titel: Just Heroes – Die Beschützer der Quelle
Reihe: -
Autor: Jeanette Biedermann; Katharina Wieker & Fréderic Bertrand (Illustrator)
Genre: Kinderbuch
Herausgeber: Kerle (Imprint der der Verlag Herder GmbH)
Erscheinungstermin: 30. September 2014
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-451-71248-7
Format: Hardcover mit Illustrationen
Seitenzahl: 240 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
In Sonnenburg passieren merkwürdige Dinge: Im Wald soll ein Mutant gesichtet worden sein, und die Familien von Emma, Cosmo und Joe erhalten anonyme Drohbriefe. Hat das alles mit dem mysteriösen Vorfall vor 13 Jahren zu tun? Oder weiß etwa jemand, dass Emma, Cosmo und Joe ...  SUPERKRÄFTE haben? Sie machen sich auf die Suche und ahnen nicht, welches Risiko sie dabei eingehen. Ob sie das Rätsel um den Mutanten lösen können, ohne ihr eigenes Geheimnis zu verraten?

Der Verlag über das Buch
Mit Illustrationen von Fréderic Bertrand

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Ein gelungenes Kinderbuch, welches selbst solche Leser anspricht, welche eigentlich nie ein Buch in die Hände nehmen würden.

Das Cover/Die Gestaltung:
Das Cover zeigt unsere drei Hauptprotagonisten, nein, eigentlich zeigt es sogar vier, denn wir wollen doch den treuen Gefährten Trecker nicht vergessen! So wird für die Kinder gleich ein Bezugspunkt gefunden und sie können sich bei den Figuren, welche liebevoll gestaltet sind gleich pudelwohl fühlen. Besonders an diesem Cover ist, dass unsere Hauptfiguren hervorgehoben sind und man die Konturen erfühlen kann, wenn man über die glänzende Schicht fährt. Da es sich hier um ein Kinderbuch handelt und ich es als solches rezensieren, spielen meine Vorlieben für das Cover (keine abgebildeten Protagonisten) hier keine Rolle, denn Kinder ticken in dieser Richtung anders und sie werden von diesem Buchcover begeisterter sein, als von einem ohne ihre Helden.
2,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Jeanette Biedermann und Katharina Wieker sind ein gutes Autorenduo, weswegen man nicht sagen kann, wo der eine Schreibstil beginnt und der andere endet. Dennoch ist es eine einfach, witzige Sprache, welche den Kindern es einfach macht in dieses Buch einzusteigen. So orientiert sie sich an dem Alter, ohne wirklich in eine Alltagssprache zu verfallen. Die Sätze sind dementsprechend auch einfacher gehalten, was jedoch nicht bedeutet, dass dies schlecht ist. Für sehr lesefaule Jungen oder auch Mädchen ist dies dementsprechend ein guter Vorteil, sodass sie ans Lesen herangeführt werden können.
1,5/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Mit viel Witz, guten Eigenschaften und einigen überspitzen Anekdoten werden die Figuren zu Weggefährten, welche ebenso gut aus der Nachbarklasse des jungen Lesers stammen könnte. Man schließt sie schnell ins Herz, da sie um so vieles reicher sind, als nur bloße Worte. Sie sind witzig, benehmen sich ihre Alters entsprechend und beweisen dennoch, dank ihrer Gaben ein hohes Maß an Gerechtigkeitssinn, welchen sie ehren und schützen.
1,5/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Wenn man mit offenen Augen sich dieses Buch näher betrachtet, so wird man selbst als junger Leser schon zu Beginn, bevor man den ersten Satz überhaupt las, wissen können, in welche Richtung sich das Buch entwickeln wird. Dennoch, wenn man den illustrierten Lageplan außen vor lässt, so zieht der Verlauf seinen Spannungsbogen kontinuierlich nach oben, gipfelt in Entdeckungen und lässt dann aber einige Fragen unbeantwortet, was darauf schließen lässt, dass die beiden Autorinnen noch Ideen für einen zweiten Roman in der Hinterhand haben könnten.
1,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Zusammen mit den Figuren, welche dem Alter entsprechend agieren und dennoch Verantwortungsbewusstsein beweisen und dem Plot, welcher sich aus einer guten Story mit Handlungsbogen und vollen Entwicklungen ist der Aufbau ohne weiteres gelungen. Ebenso werden verschiedene Thematiken angesprochen, welche zwar nun nicht der Welt der Kinder entspricht, aber für sie zu nachvollziehbaren Mustern zusammenläuft.
2,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 8,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, für junge Leser (und welche, die gerne mal ein nettes Kinderbuch lesen), welche neben einer spannenden Superheldengeschichte ebenso ein paar brisante und wichtige Themen haben möchten. Figuren wie du und ich lassen das Buch lebendig wirken und ziehen die Kinder mit seiner Sprache in den Bann ohne über- oder unterfordernd zu wirken.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem Kerle Verlag und Vorablesen.de für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars, im Rahmen des Blogger des Monats September Awards.

Wie ihr ja nun schon gelesen habt, wurde mir von Vorablesen.de dieses Buch im Rahmen des Blogger des Monats September Awards, zur Verfügung gestellt. Diesbezüglich haben sie mir auch Fragen geschickt, welche es zu beantworten gilt. Zwar sind die wesentlichen Sachen schon geschrieben wurden, dennoch werde ich mich den Fragen nochmals stellen und diese beantworten, damit ihr (und auch das Vorablesen.de-Team) eine bessere Übersicht darüber habt ;)


  1.    Konnte man sich in die Charaktere hineinversetzen?

Ja, denn diese Charaktere sind weit mehr als aus Worten geschaffene Figuren. Sie agieren wie Kinder, welche aus der Nachbarklasse des jungen Lesers stammen könnte. Schnell wird man Teil dieser Clique, wird Beobachter, Erzähler und Freund in einem. Nur die Seiten muss man selbst umblättern, um mit seinen neuen, liebgewonnenen Freunden immer weiter in die Tiefen der Geheimnisse vorzudringen. Zwar sind manche Charakterzüge überspitzend beschrieben, doch dadurch gelingt es einem die Figuren direkt vor Augen zu haben, mit all ihren Macken und Eigenheiten.

  2.    War der Spannungsbogen/die Erzählung überzeugend?

Ebenso gibt es auch ein Ja zu dieser Frage. Zwar werden besonders aufmerksame Kinder anhand der skizierten Karte im vorderen, so wie hinterem Teil des Buches erahnen können, worum es geht, aber dennoch oder gerade deswegen liest man dieses Buch so schnell wie nur irgend möglich, um die Umstände herauszufinden, welche dazu führten.
Der Spannungsbogen ist eindeutig klar vorhanden. Er lässt Kinder miträtseln, sich vor Lachen kugeln oder man fiebert bei ganz bestimmten Stellen mit, da eine ganz liebgewonnene Figur in einer misslichen Lage ist und man unbedingt will, dass sie sich daraus befreit.

  3.    Was hat überrascht, was war erwartbar?

Fangen wir einfach mal mit dem an, was man zu erwarten hatte. Ganz eindeutig ist, wenn man sich das Buch genauer anschaut, dass in den Skizzen des Lageplanes sich versteckte Hinweise befinden, welche einem schnell auf die Lösung bringen. So wird das Ganze zwar nicht uninteressant, aber man weiß schon zu Beginn, warum es einen Mutanten gibt und wer dieser sein könnte, da viele Hinweise in den vergangenen Seiten hinterlassen wurden. Ebenso sind für erfahrene oder Erlebnishungrige Leser die Figurenkonstellation einfacher zu erraten, sodass es sich um einiges weniger überraschend in die Handlung einpasst, warum eine ganz bestimmte Figur solche Reibereien mit seinen Eltern hat und warum besagte Figur eigentlich ebenso anders ist, als alle anderen, mit Ausnahme der drei Helden, um welche es vorrangig geht.
Überraschend sind die Umstände, welche passieren und zum Ende hin aneinander fügen. So werden kleine Dinge zu etwas Besonderem, lassen den jungen Leser mit Ahs und Ohs atemlos weiterlesen.

  4.    Ein Satz, der das Buch treffend umschreibt?

Ein magisches Buch voller Spannung und Rätsel, welche mit einer Freundschaft zusammenhängt, die nicht von dieser Welt zu sein scheint.

  5.    Hast du ein Lieblingszitat aus dem Buch?

Es gibt sehr viele, vor allem sehr witzige Stellen. Dann wieder Stellen, welche zum Nachdenken anregen oder solche, die einem Tränen in die Augen jagen. Es war wirklich schwierig aus der Vielzahl von Möglichkeiten das Kommende auszuwählen:

„Was gibt es denn?“
„Reis mit Scheiß, Kloß mit Soß oder Nudel mit Gedudel. Der Mikrowelle ist es egal.“
„Mir auch. Hauptsache, futtern mit Muttern.“
Frau Balsam lachte. Kurz darauf saßen sie im Personalraum vor einem dampfenden Fertiggericht.
„Rabenmutti“, neckte Emma sie.
„Papa kocht heute Abend richtig“, sagte Frau Balsam. „Und gib es ruhig zu, wenn man es nicht dauernd isst, schmeckt das Zeug ganz lecker.“
(Seite 41; Zeile 2 – 11)

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