[Rezension] Die verborgenen Insignien des Pan von Sandra Regnier

Die verborgenen Insignien des Pan bei Impress

PRODUKTDETAILS:

Titel: Die verborgenen Insignien des Pan
Reihe: Die Pan-Trilogie
Autor: Sandra Regnier
Genre: Romantasy im Jugendbuchbereich
Herausgeber: Im.press (Imprint der CARLSEN Verlag GmbH)
Erscheinungstermin: 05. Dezember 2013
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-646-60010-0
Format: eBook
Seitenzahl: 275 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Eigentlich sollte sich Felicity ja glücklich schätzen. Nicht nur scheinen plötzlich sämtliche Jungen aus ihrer Schule an ihr interessiert zu sein, sie ist auch bereits mit dem bestaussehendsten Typen Londons verlobt. Nur leider ist die Verlobung schon vor Jahrhunderten arrangiert worden und ihr Zukünftiger der etwas zu charmante Halbelf Leander FitzMor, der viel zu vielen Frauen den Kopf verdreht. Felicity kann sich einfach nicht entscheiden, ob sie ihn lieber schlagen oder ihm doch endlich den alles verändernden Kuss geben soll. Zu allem Überfluss spitzt sich auch die Lage in der Anderwelt zu und wieder hängt alles von Felicity ab. Nur sie kann die für die Elfen so wichtigen Insignien finden, muss dafür aber ziemlich durch die Zeit reisen …

Der Verlag über das Buch
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DIE BEWERTUNG

Meinung:
Nach den beiden enttäuschenden ersten Teilen, habe ich nicht erwartet, dass sich etwas an dieser Meinung ändert. Zum Glück, so konnte ich nicht enttäuscht werden. Denn, obwohl nun etwas mehr Fantasy in das ewige klischeehafte Hin und Her der Lovestory kam, war diese von den Handlungssträngen alles andere als etwas Neues. Zwar wirft sie, wie schon in den ersten beiden Bänden, viele altbekannte Dinge in einen Topf und rührt diesen kräftig um, aber mit der Zeit wird dies alles andere als spannend, vor allem, da so vieles so oft wiederholt wird, dass man sich fragt, warum diese Wiederholung der so oder so schon einfach beschriebenen Dinge sein muss.

Das Cover/Die Gestaltung:
Wie schon die zwei bände zuvor, wird auch auf diesem die gleiche Fee dargestellt. Dieses Mal sind die primären Farben das Gelb, welches sich nun auch mit dem Schloss im Hintergrund vermischt.
2,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Der Schreibstil hat sich dieses Mal keineswegs verbessert. Nicht einmal verändert, sodass viele Wortwiederholungen nicht gerade den besten Eindruck auf einen machen. Und als hätte der CARLSEN Verlag es noch nicht ganz begriffen, scheint auch in diesem Band das Lektorat zu fehlen, was zur Folge hat, dass nicht nur Logikfehler, sondern auch der Satzbau und die deutsche Grammatik mehr oder weniger stümperhaft daher kommen. Der einzige Pluspunkt ist, dass der Stil (ausgenommen die verwirrenden Stellen mit einem grottenschlechten Satzbau und/oder fehlenden Satz- und Kommazeichen) wieder einfach zu lesen ist.
0,5/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Das dahin plätschernde Märchen von Aschenputtel zur sexy Frau ist alles andere als glaubhaft, was sich ebenso in einer amerikanischen Teenie-Serie abspielen könnte. Hier hingegen besitzen die Figuren aber gar nichts an Geheimnissen, welche in irgendeiner Weise Spannung erzeugen könnten und die Tiefe lässt ebenso zu wünschen übrig, wodurch die Entwicklung der Figuren rein gar nicht vorhanden ist oder so plötzlich kommt, als hätte man der Figur schnell ein Kostüm übergeworfen, um die Story in die richtige Bahn zu lenken; anstelle die Figuren lebendig werden zu lassen und sich mit der Zeit und dem Geschehen der Story zu entwickeln.
0,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Hin und wieder wird es richtig spannend, dann jedoch so abrupt fallen gelassen und nicht zu Ende gedacht, dass man sich fragt, ob die Autorin sich jemals gefragt hat, ob sie nur eine dahin plätschernde Lovestory schreiben oder ebenso ein bisschen Fantasy mit hineinbringen will. So bleiben zum Abschluss dieser Trilogie so viele Fragen offen, dass ein weiterer Band nötig wäre, bei welchem dann aber nur Erläuterungen vorkommen würden, um all die angeschnittenen und abgebrochenen Plotverläufe zu erläutern.
0,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Durch die nur halb zu Ende gedachten Verläufe der verschiedenen Handlungsstränge ist in keiner Weise ein Aufbau zu sehen, welchen man nachvollziehen könnte. Ebenso sind die Figuren in sich nicht schlüssig und werden in eine Richtung gedrängt, um es ja zum Ende zu bringen und ihnen keine Entwicklungsmöglichkeiten zu geben; das führt dazu, dass ihre Handlungen nicht einmal nachvollzogen werden können, weil man nur Klischeehafte Abbildungen, Umrisse von Figuren, besitzt.
0,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 3,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, welche die ersten beiden Bände dieser so genannten Pan-Trilogie gelesen haben. Wer unvorhersehbare Wendungen oder tiefe Charaktere als Auswahlkriterium nimmt, dem sage ich nur, dass er lieber die Finger davon lassen sollte. Denn obwohl es schnell zu lesen ist, ergibt so mancher Handlungsstrang keinen Sinn und so manche Figur wurde einfach erschaffen, um einmal einen neuen Charakter ins Geschehen zu werfen, ihn aber ohne jegliche, nützliche Aufgabe zu lassen.

Kommentare:

Orphanageforever hat gesagt…

Kritik:

Die Pan-Trilogie. Eine sehr schöne Serie. Der Grund warum mir die Bücherreihe besonders so gefiel, war, dass die Protagonistin sehr authentisch und witzig geschrieben wurde. Trotz gutaussehenden Lee blieb sie sich selbst treu, vergaß sich nicht selbst, wie bei vielen anderen Büchern, wo die Frau dem Kerl hinterherrennt.

Das ändert sich leider ab Ende des 2. Bandes.

1 Kritikpunkt:

Fay, die eigentlich doch so eine starke Rolle als Retterin der Elfenwelt zuteil bekommen sollte, spielt leider nur eine unwichtige Nebenrolle in der Endschlacht. Von der Retterin und Entscheiderin des Ausgangs nichts zu spüren. Sie wird als unwichtig abgetan, soll sich in eine Höhle verkrümeln und von dortaus dem Geschehen folgen. Während viele der Nebenfiguren (Lee, Ciaran, Eamon) wichtige Rollen in der Schlacht zuteil werden. Es erinnert an viele Mittelalterromane, bei denen die Frauen nur als unnütze Last abgestellt werden. Sehr schade. Da hatte ich mir mehr erhofft.

2: Kritikpunkt:

Fay sollte eigentlich die Hauptdarstellerin des Buches sein, wird aber von Lee, dem Halbelfen weggedrängt. Die Autorin verliert sich in der glanzvollen Darstellung des Halbelfen. So stellt sich die Frage wer eigentlich Hauptdarstellerin ist.

Eigentlich sollte es eine Liebesgeschichte zwischen den beiden sein. Doch Lee flirtet, leider auch nachdem sich die beiden näherkamen, mit allen Frauen, die ihm begegnen. Auch in Anwesenheit Fays. Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, warum das so geschrieben wurde. Denn in Ordnung finde ich das allemal nicht. Es versaut sogar die Stimmung und man kann sich nicht mehr wirklich freuen, wenn es zwischen den beiden zu mehr kommt, da das immer im Hintergrund schwebt. Das Schlimmste jedoch ist, dass es so dargestellt wird, als sei das das Normalste der Welt und Fay nur kindisch eifersüchtig.
Daher fiel es mir schwer die Vertiefung des Verhältnisses der beiden zu genießen. Da er mit anderen Frauen flirtet, sich somit nicht klar zu ihr bekennt und gleichzeitig stets in Glanz und Gloria dargestellt wird.
Sie dagegen, die anfänglich so sich selbst treu dargestellt wurde, verliert sich immer mehr selbst, denkt nur noch an ihn, macht alle Entscheidungen abhängig von ihm. Von der wichtigen Rolle als Retterin der Elfenwelt nicht mehr viel zu spüren. Sie agiert in ihren Taten und ebenfalls emotional nur noch abhängig von Lee. Das Gleichgewicht zu Anfang ist nicht mehr da.
Die überraschende Wendung des Ganzen, auf das ich gewartet habe, kam leider nicht mehr.

Besonders schockierend ihre Begründung in Fays Grotte, warum sie ihm näherkommen will. Nämlich „Was hatte ich erwartet? Ich sah, dass er gerne flirtete. Es hatte mich vorhin nichtvon abgehalten, ihn ebenfalls küssen zu wollen.“
Es wäre eine sehr schöne romantische Annäherun gewesen in der Grotte, wenn nicht das gekommen wäre. Ich hätte mir das sehr schön vorstellen können, hätte er sich entschuldigt für die Flirtereien und von fortan damit komplett aufgehört. Auch eine Erklärung, die sein Verhalten entschärft, wäre gut gewesen. Leider Fehlanzeige. Anstattdessen ein Einverständnis ihrerseits zu seinem Verhalten, weil sie ihn ja dennoch so sehr haben will.

Lee flirtet weiterhin mit anderen Frauen und kurz darauf kommen Szenen in denen Fay sich ihm weiter annähert, weil er er so der Richtige ist. Eine sehr fragwürdige Botschaft, die den jungen Leserinnen übergeben wird.

Sarah von ZeilenSprung hat gesagt…

Hallo Orphanageforever,

vielen Dank an deine ausführliche Auseinandersetzung mit den Gefühlen der Protagonisten, die sich im Verlauf der Serie ja nahezu selbst aufgeben und sich für das Verhalten der anderen schuldig fühlen.
Deine Sicht auf die fragwürdige Botschaft, welche vor allem den unerfahrenen Leserinnen zur eigenen Rolle übernehmen könnten, finde ich direkt auf den Punkt gebracht. Dennoch, finde ich, dass, wenn sich die Botschaft in ihren Köpfen festsetzt, es nicht nur eine Frage einer Buchserie ist, sondern auch die Botschaft, die sie von ihren Eltern mitbekommen und beigebracht bekommen. Viele meinen, dass die verschiedenen Medien doch Rücksicht nehmen sollten, doch wird es hinterfragt, warum eine Mutter oder ein Vater dann zu lässt, dass sein Kind sich dieser Botschaft annimmt?
Du siehst, alleine der Faktor, dass es eine Buchreihe gibt, die sich andere Werte annimmt, ist noch nicht ausschlaggebend dafür, dass die Botschaft sich festsetzt.
Mein persönliches Fazit für die Reihe ist alles andere als positiv, weil ich persönlich die Figuren schon von Beginn an als einziges Klischee gesehen habe. Aber das liegt ja im Auge des Betrachters, ähnlich wie bei der Botschaft.

Also noch einmal danke für dein eigenes Fazit, für deine Stellungnahme, deine Kritikpunkte & das dir die Story dennoch gefallen hat. Dass du nämlich ebenso, neben den dir beliebten Punkten, auch Kritik anführst, bedeutet, dass dich die Entwicklung der Protagonisten beschäftigt hat und du dich besorgt zeigst, dich damit auseinande ersetzt, indem du deine Kritikpunkte niederschreibst.

Liebe Grüße & hoffentlich auf weitere Diskussionen

Sarah

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